Schweißer
Schweißer mit gültigen Prüfungen sind gesucht und werden gut bezahlt. Vorhandene Zertifikate nach ISO 9606 erhöhen Ihre Chancen deutlich.
Typische Aufgaben
- 01Schweißen nach Verfahren MAG, WIG oder E-Hand
- 02Bauteile heften, ausrichten und verzugsarm verschweißen
- 03Nähte sichtprüfen und nacharbeiten
- 04Schweißanweisungen und Prüfvorgaben einhalten
Voraussetzungen
- Praktische Schweißerfahrung, Prüfbescheinigungen sind ein starker Vorteil
- Lesen von Schweißsymbolen und einfachen Zeichnungen
- Bereitschaft zur Wiederholungsprüfung in Deutschland
Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt 13,90 € brutto je Stunde (2026). In vielen Branchen gelten höhere Tarif- oder Branchenmindestlöhne.
Wie der Arbeitstag aussieht
Schweissen ist der Beruf, in dem Können unmittelbar sichtbar ist: eine Naht ist gut oder sie ist es nicht, und beides sieht man. Gearbeitet wird nach Zeichnung und Schweissfolgeplan, mit Vorbereitung der Kanten, Heften, Schweissen, Nacharbeit. Prüfnähte werden geröntgt oder mit Ultraschall kontrolliert.
Die Verfahren unterscheiden die Stellen deutlich mehr als die Branche. Wer MAG beherrscht, findet Arbeit im Stahlbau; WIG braucht man für Edelstahl und dünne Wandstärken, und das wird besser bezahlt; E-Hand ist auf Baustellen und bei Reparaturen gefragt. Wer zwei Verfahren sicher kann, hat die freie Auswahl.
Was den Lohn bestimmt
Untergrenze ist der 13,90 € brutto je Stunde (gesetzlicher Mindestlohn seit 1. Januar 2026) — praktisch bedeutungslos, denn geprüfte Schweisser sind knapp. Der Lohn hängt fast vollständig an den gültigen Prüfbescheinigungen.
- Jede zusätzliche gültige Schweisserprüfung erweitert den Einsatzbereich und hebt den Lohn
- WIG und Edelstahl werden in der Regel besser vergütet als MAG an Baustahl
- Zulagen für Arbeiten in Zwangslage, im Kessel oder unter erschwerten Bedingungen sind üblich
- Was unsere Auftraggeber zahlen, steht in der jeweiligen Anzeige
Der Weg hinein
Hier zählt nicht der Abschluss, sondern das Prüfzeugnis. Eine Schweisserprüfung nach DIN EN ISO 9606-1 ist international anerkannt — auch eine im Herkunftsland abgelegte.
- Schweisserprüfung nach DIN EN ISO 9606-1, ausgestellt von einer anerkannten Prüfstelle
- Die Bescheinigung gilt in der Regel drei Jahre und muss zwischendurch regelmässig bestätigt werden — abgelaufene Zeugnisse vor der Bewerbung erneuern lassen
- Verfahren getrennt nachweisen: 111 (E-Hand), 135 (MAG), 141 (WIG); jede Prüfung deckt bestimmte Werkstoffe, Positionen und Wandstärken ab
- Deutsch A2 genügt fachlich, weil nach Zeichnung gearbeitet wird; für Sicherheitsunterweisungen ist mehr besser
Häufige Fragen
Gilt meine Schweisserprüfung aus Kosovo oder Albanien in Deutschland?
Wenn sie nach DIN EN ISO 9606-1 von einer anerkannten Stelle ausgestellt wurde, wird sie in aller Regel akzeptiert — die Norm ist international. Wichtig sind Gültigkeitsdauer und die regelmässige Bestätigung. Mitbringen sollte man das Original samt Übersetzung.
Welches Verfahren lohnt sich am meisten?
WIG öffnet die besser bezahlten Bereiche — Edelstahl, Rohrleitungsbau, Apparatebau. MAG ist am breitesten gefragt und der schnellste Einstieg. Wer beides kann, ist praktisch immer vermittelbar.
Was passiert, wenn mein Zeugnis abgelaufen ist?
Dann kann man in der Regel nicht in prüfpflichtigen Bereichen eingesetzt werden. Die Prüfung lässt sich in Deutschland wiederholen, viele Betriebe übernehmen die Kosten bei Einstellung. Vorher klären, sonst steht man die ersten Wochen an der falschen Stelle.
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Bereit für den nächsten Schritt?
Bewerbung oder Personalanfrage — beides dauert wenige Minuten. Wir melden uns, sobald wir etwas Passendes haben.