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Stundenlohn im Bauhauptgewerbe 2026: was für Betriebe gilt

Für das Bauhauptgewerbe gibt es seit dem 1. Januar 2022 keinen allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn mehr. Für nicht tarifgebundene Baubetriebe gilt deshalb der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro brutto je Stunde. 15,86 Euro brutto je Stunde ist der Gesamttarifstundenlohn einschließlich Bauzuschlag der Lohngruppe 1 seit 1. April 2026; er gilt nur bei Tarifbindung, also für tarifgebundene Betriebe oder bei einem Verweis im Arbeitsvertrag (Rechtsstand 1. September 2026). Diese Seite ordnet beide Werte ein, zeigt, was bei einer Einstellung aus Albanien oder dem Kosovo über die Westbalkanregelung hinzukommt, und nennt zu jedem Punkt die amtliche Quelle. Sie ist keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Aktualisiert am 22.10.2026 · 5 Min. Lesezeit · Mit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft

Welcher Stundenlohn gilt 2026 für Betriebe im Bauhauptgewerbe?

Einen eigenen, für alle Betriebe verbindlichen Mindestlohn hat das Bauhauptgewerbe 2026 nicht. Die Zwölfte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Baugewerbe ist mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft getreten, und die Übersicht der Branchen-Mindestlöhne des Zolls (abgerufen am 22. Oktober 2026) führt das Bauhauptgewerbe nicht. Für nicht tarifgebundene Baubetriebe gilt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro brutto je Stunde. Wer tarifgebunden ist oder im Arbeitsvertrag auf den Bautarif verweist, zahlt den Gesamttarifstundenlohn einschließlich Bauzuschlag: in der Lohngruppe 1 15,86 Euro brutto je Stunde seit 1. April 2026 (TV Lohn vom 14. Juni 2024, bundeseinheitlich). Rechtsstand dieser Angaben: 1. September 2026.

  • Baubetrieb ohne Tarifbindung: gesetzlicher Mindestlohn, 13,90 Euro brutto je Stunde
  • Baubetrieb mit Tarifbindung oder Verweis im Arbeitsvertrag: Gesamttarifstundenlohn einschließlich Bauzuschlag der Lohngruppe 1, 15,86 Euro brutto je Stunde seit 1. April 2026
  • Ab 1. Januar 2027: gesetzlicher Mindestlohn 14,60 Euro brutto je Stunde (Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung)

Was gilt für Bauhelfer aus Albanien und dem Kosovo nach der Westbalkanregelung?

Für Bauhelfer aus Albanien und dem Kosovo gilt in einem Betrieb in Deutschland derselbe gesetzliche Mindestlohn wie für alle Beschäftigten: Arbeitgeber mit Sitz im In- oder Ausland zahlen ihren im Inland Beschäftigten mindestens den Mindestlohn (§ 20 MiLoG). Für die Beschäftigung über die Westbalkanregelung (§ 26 Abs. 2 BeschV) entscheidet die Bundesagentur für Arbeit über die Zustimmung (§ 39 AufenthG). Sie prüft dabei, ob die ausländische Arbeitskraft nicht zu ungünstigeren Arbeitsbedingungen beschäftigt wird als vergleichbare inländische Arbeitnehmer (§ 39 Abs. 3 Nr. 1 AufenthG). Über das Visum entscheidet die zuständige deutsche Auslandsvertretung.

Die Voraussetzungen der Westbalkanregelung nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit, Rechtsstand 1. September 2026: ein Kontingent von 50.000 Zustimmungen im Jahr; die Vorrangprüfung ist seit dem 3. November 2023 ausgesetzt; keine Zustimmung, wenn in den 24 Monaten vor dem Antrag Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz bezogen wurden; für Personen ab 45 Jahren setzt die erste Zustimmung ein Bruttojahresgehalt von mindestens 55 % der Beitragsbemessungsgrenze der allgemeinen Rentenversicherung voraus (2026: 55.770 Euro) oder den Nachweis einer angemessenen Altersversorgung. Ob die Voraussetzungen im Einzelfall erfüllt sind, entscheidet die Bundesagentur für Arbeit.

Welche Fristen und Hinweise gelten für Baubetriebe bei einer Einstellung aus dem Ausland?

Die Vorabzustimmung der Bundesagentur für Arbeit gilt 9 Monate ab dem Tag ihrer Ausstellung; sie ist freiwillig, verkürzt das Verfahren aber erheblich (Rechtsstand 1. September 2026).

Schließt ein Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland mit einer drittstaatsangehörigen Person mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland einen Arbeitsvertrag zur Arbeit im Inland, muss er sie spätestens am ersten Tag der Arbeitsleistung in Textform auf die Beratung nach § 45b Abs. 1 AufenthG („Faire Integration“) hinweisen und zumindest die aktuellen Kontaktdaten der vom Arbeitsplatz nächstgelegenen Beratungsstelle angeben (§ 45c AufenthG). Die Hinweispflicht entfällt bei einer grenzüberschreitenden Vermittlung im Sinne des § 299 SGB III. Beides gilt für Betriebe im Bauhauptgewerbe wie für jeden anderen Arbeitgeber.

Wie Hirenord Baubetriebe bei Einstellungen aus Albanien und dem Kosovo unterstützt

Hirenord ist eine private Personalvermittlung und vermittelt Arbeitnehmer aus Albanien und Kosovo an Arbeitgeber in ganz Deutschland, auch an Betriebe im Bauhauptgewerbe, vor allem über die Westbalkanregelung. Wir gewinnen Kandidaten, wählen geeignete Bewerber vor, prüfen grundlegende Unterlagen, organisieren Bewerbungsgespräche, unterstützen bei Arbeitsvertrag und Beschäftigungsunterlagen, bereiten die Erklärung zum Beschäftigungsverhältnis vor und unterstützen beim Vorabzustimmungsverfahren. Bei entsprechender Vollmacht stellen wir Anträge im Namen des Arbeitgebers, soweit rechtlich zulässig.

Hirenord ist keine Behörde und keine Auslandsvertretung. Über die Zustimmung entscheidet die Bundesagentur für Arbeit, über das Visum die zuständige deutsche Auslandsvertretung; Visum, Vorabzustimmung oder Aufenthaltstitel kann Hirenord nicht garantieren. Wir schlagen geprüfte Bewerber vor, und ob ein Bewerber passt, entscheidet der Arbeitgeber. Wer die Vermittlung bezahlt, steht vorher schriftlich im Vertrag: der Arbeitgeber mit einem festen Betrag je vermitteltem Arbeitnehmer oder der Bewerber. Der Anspruch entsteht erst mit dem Arbeitsvertrag. Von Bewerberinnen und Bewerbern verlangt Hirenord keine Vorauszahlung.

Wenn Sie für Ihren Baubetrieb Helfer aus Albanien oder dem Kosovo suchen, können Sie sich als Arbeitgeber registrieren und Ihren Bedarf schildern.

Häufige Fragen

Welcher Stundenlohn gilt 2026 im Bauhauptgewerbe?

Einen eigenen Branchenmindestlohn gibt es im Bauhauptgewerbe seit dem 1. Januar 2022 nicht; für nicht tarifgebundene Betriebe gilt der gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro brutto je Stunde (Rechtsstand 1. September 2026). 15,86 Euro brutto je Stunde ist der Gesamttarifstundenlohn einschließlich Bauzuschlag der Lohngruppe 1 seit 1. April 2026 und gilt nur bei Tarifbindung oder bei einem Verweis auf den Tarif im Arbeitsvertrag.

Gibt es 2026 einen Branchenmindestlohn im Bauhauptgewerbe?

Nein. Die Zwölfte Verordnung über zwingende Arbeitsbedingungen im Baugewerbe ist mit Ablauf des 31. Dezember 2021 außer Kraft getreten, und die Übersicht der Branchen-Mindestlöhne des Zolls führt das Bauhauptgewerbe nicht. Für nicht tarifgebundene Baubetriebe gilt deshalb der gesetzliche Mindestlohn.

Steigt der gesetzliche Mindestlohn 2027?

Ja. Nach der Fünften Mindestlohnanpassungsverordnung steigt der gesetzliche Mindestlohn am 1. Januar 2027 von 13,90 Euro auf 14,60 Euro brutto je Stunde. Für nicht tarifgebundene Baubetriebe ist er die Untergrenze.

Braucht ein Bauhelfer aus Albanien oder dem Kosovo eine Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit?

Für eine Beschäftigung über die Westbalkanregelung (§ 26 Abs. 2 BeschV) ist die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit nötig. Ob sie zustimmt, entscheidet die Behörde im Einzelfall; über das Visum entscheidet die zuständige deutsche Auslandsvertretung. Hirenord kann weder Zustimmung noch Visum garantieren.

Quellen

  1. Zoll: Übersicht Branchen-Mindestlöhne
  2. § 1 MiLoG – Mindestlohn
  3. § 20 MiLoG – Pflichten des Arbeitgebers zur Zahlung des Mindestlohns
  4. § 39 AufenthG – Zustimmung zur Beschäftigung
  5. § 26 BeschV – Beschäftigung von Staatsangehörigen der Westbalkanstaaten
  6. Bundesagentur für Arbeit: Westbalkanregelung
  7. Bundesagentur für Arbeit: Vorabzustimmung für ausländische Beschäftigte
  8. § 45c AufenthG – Informationspflicht bei Anwerbung aus dem Ausland
  9. § 299 SGB III – Informationspflicht bei grenzüberschreitender Vermittlung

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