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Logistik & Zustellung

Kommissionierer

Kommissionierer stellen Bestellungen im Lager zusammen. Die Arbeit ist getaktet und wird meist nach Stückzahl gemessen — dafür ist sie schnell erlernbar.

Typische Aufgaben

  1. 01Bestellungen nach Pickliste oder Sprachsystem zusammenstellen
  2. 02Waren auf Paletten oder in Behälter kommissionieren und sichern
  3. 03Mengen und Chargen kontrollieren, Fehlmengen melden
  4. 04Kommissionierte Ware an den Versandbereich übergeben

Voraussetzungen

  • Sorgfalt und gleichmäßiges Arbeitstempo
  • Kein Abschluss nötig, Einarbeitung erfolgt im Betrieb
  • Bereitschaft zu Schichtarbeit und zum Arbeiten im Kühlbereich, je nach Betrieb

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt 13,90 € brutto je Stunde (2026). In vielen Branchen gelten höhere Tarif- oder Branchenmindestlöhne.

Wie der Arbeitstag aussieht

Kommissionieren heisst: aus einem Lager mit zehntausend Artikeln genau die zwölf zusammenstellen, die auf einem Auftrag stehen. Geführt wird das über ein Handgerät oder per Kopfhörer — bei Pick-by-Voice sagt eine Stimme den Lagerplatz an, man bestätigt die Menge laut, und die nächste Ansage kommt. Nach zwei Tagen hört man die Stimme im Schlaf, nach zwei Wochen ist es Routine.

Gemessen wird fast überall: Picks je Stunde und Fehlerquote. Das klingt nach Druck, ist aber auch eine Chance — wer sauber und schnell arbeitet, sieht das an der eigenen Auswertung und kann damit ins Lohngespräch gehen. Die Fehlerquote wiegt dabei schwerer als das Tempo: ein falsch gepickter Artikel kostet den Betrieb Retoure, Nachlieferung und einen verärgerten Kunden.

Was den Lohn bestimmt

Untergrenze ist der 13,90 € brutto je Stunde (gesetzlicher Mindestlohn seit 1. Januar 2026). Kommissionierung ist einer der wenigen Helferberufe, in denen Leistung direkt messbar ist — und entsprechend häufig vergütet wird.

  • Leistungsprämien nach Pickquote sind verbreitet; sie können 10 bis 20 % ausmachen
  • Schichtzuschläge wie in der übrigen Lagerarbeit, nachts in Grenzen steuerfrei
  • Wer zusätzlich Stapler fährt, wird meist höher eingruppiert
  • Die konkreten Sätze stehen in der jeweiligen Stellenanzeige
Offene Stellen in diesem Beruf

Der Weg hinein

Der Einstieg ist niedrigschwellig und die Einarbeitung kurz — meist drei bis fünf Tage an der Seite eines erfahrenen Kollegen.

  • Keine Ausbildung nötig, keine Vorerfahrung verlangt
  • Deutsch A1 reicht in Betrieben mit Scanner; bei Pick-by-Voice ist A2 sinnvoll, weil das System deutsche Ansagen macht
  • Zahlensicherheit ist wichtiger als Sprache: Artikelnummern, Mengen, Lagerplätze
  • Staplerschein von Vorteil, kann im Betrieb nachgeholt werden

Häufige Fragen

Was ist Pick-by-Voice?

Ein System, das die Lagerplätze über Kopfhörer ansagt und die Bestätigung per Sprache entgegennimmt. Beide Hände bleiben frei, das ist der Vorteil. Die Ansagen sind kurz und immer gleich aufgebaut — Grundkenntnisse Deutsch genügen dafür, Sprachgefühl braucht es nicht.

Wie hoch ist eine übliche Pickquote?

Das lässt sich nicht allgemein sagen, weil es vom Sortiment abhängt: Kleinteile in einem Fachbodenregal ergeben ganz andere Zahlen als Getränkekisten. Jeder Betrieb hat seine eigene Zielgrösse und nennt sie in der Einarbeitung. Wer nach vier Wochen darunter liegt, bekommt Unterstützung, keine Kündigung.

Ist die Arbeit eintönig?

Ehrlich: ja, in den ersten Wochen. Danach empfinden es viele als angenehm, weil der Kopf frei ist und der Tag klar strukturiert. Wer Abwechslung sucht, sollte eher in Richtung Wareneingang oder Versandvorbereitung gehen — dort wechseln die Aufgaben mehr.

Bereit für den nächsten Schritt?

Bewerbung oder Personalanfrage — beides dauert wenige Minuten. Wir melden uns, sobald wir etwas Passendes haben.